FDP setzt sich durch - neue Strassenbeleuchtung findet keine Mehrheit
Souverän weist Fünf-Millionen-Kredit ab.
Der Gemeinderat gleiste die Erneuerung der Beleuchtung der Strassen und Plätze in einer Sondervorlage auf. Jetzt stoppte die Gemeindeversammlung das Vorhaben – auch wegen der veralteten Technik, die zum Einsatz kommen sollte.
Muttenz soll zwar neue Beleuchtungen erhalten. Aber nicht sofort. Zunächst müsse die neue LED-Technik anwendungsreif sein. Und: Das Geschäft soll im ordentlichen Budget beantragt werden. Dies sind die Hauptgründe, welche die FDP erläuterte und weshalb der Souverän das vom Gemeinderat vorgeschlagene Geschäft mit komfortabler Mehrheit verworfen hat.
Dass die Beleuchtungen in Muttenz erneuert werden müssen, ist zwar unbestritten. Eine Untersuchung zeigt, dass der Energieverbrauch der heute verwendeten Leuchten zu hoch ist. Er liegt bei 18,3 Kilowattstunden pro Meter (kWh/m) im Jahr. Die Agentur für Energieeffizienz empfiehlt einen Richtwert von höchstens 12 kWh/m.
Mit seinem Sanierungskonzept wollte der Gemeinderat in den nächsten zehn Jahren Netz, Kandelaber und Leuchten erneuern. Dafür wollte er jährliche durchschnittliche Investitionskosten von rund einer halben Million Franken einsetzen. Insgesamt beantragte er einen Kredit von fünf Millionen. Man leiste sich keinen Luxus, sondern «ein nachhaltiges, bedürfnisorientiertes Werterhaltungs-Programm», mit welchem der Energieverbrauch langfristig auf8 kWh/m reduziert werden könne, sagte Gemeinderat Kurt Kobi. So weit kommt es jedoch nicht – zumindest vorerst. Peter Issler (FDP) bemängelte, das Sanierungskonzept basiere auf einer veralteten Technik. Die vorgesehenen Natrium-Dampflampen würden in der EU ab 2015 verboten. Die Zukunft liege in der LED-Technik. Solche Leuchtmittel seien jedoch noch drei bis fünfmal teurer als konventionelle Leuchten, konterte Kobi. Ausserdem seien die Umrüstungssets für bestehende Kandelaber noch nicht entwickelt. Umso mehr sei es sinnvoll, das Geschäft zurückzustellen, entgegnete Issler: In fünf Jahren sei die LED-Technik so weit fortgeschritten, dass die Produkte günstiger und so weit entwickelt seien, dass sie problemlos eingesetzt werden könnten.
Quelle: BAZ